- Im Anschluss an einen (qualifizierten) Entzug stellt sich die Frage für den Patienten, wie es weiter gehen soll mit seiner Abhängigkeitserkrankung.
- Wichtig ist es, mit dem Patienten gemeinsam das weitere Prozedere zu besprechen, ihn bei möglichen zusätzlichen psychischen, sozialen oder körperlichen Problemen oder einer bereits diagnostizierten Komorbidität entsprechend über eine Anschluss-therapie / stationäre Psychotherapie / stationäre Soziale Rehabilitation / Entwöhnungs-therapie zu beraten. (Die Angebote und Schwerpunkte unterscheiden sich dabei je nach Angebot der jeweiligen Klinik und sind unter den unten aufgeführten Links zu den entsprechenden Psychiatrischen Kliniken und Suchtkliniken zu finden).
- Von der stationären Krisenintervention bei Rückfall (1-4 Wochen) bis zur 3-4 monatigen stationären Psychotherapie / Suchttherapie finden sich unterschiedliche Angebote.
- Die Langzeit-Therapie, wie sie früher für 1-2 Jahre stationär in den entschprechenden Suchtkliniken geplant wurde, wird heute nicht mehr durchgeführt. Der Trend geht hin zum 3-Monatigen Behandlungskonzept, mit anschliessend weiterführender ambulanter Therapie durch Suchtfachleute oder Psychotherapeuten.
Wann ist eine Stationäre Therapie indiziert?
- Wenn eine ambulante Therapie nicht möglich ist (Patient zu instabil, schwere zusätzliche psychische Erkrankungen wie Persönlichkeitsstörungen, Depressionen, Angsterkrankungen, grosse soziale Probleme oder instabiles soziales Umfeld, körperlich krank im Sinne von harm reduction...).
- Eine stationäre Psychhotherapie ist im Anschluss an eine Entgiftung indiziert, wenn von kognitiv-neuropsychologischer Seite her der Patient dazu in der Lage ist, eine Bereit-schaft zur Veränderung und eine gewisse Introspektionsfähigkeit besteht, sowie eine Bereitschaft sich aktiv in einen Veränderungsprozess einzulassen.
- In der Regel findet vor der stationären Therapie ein Vorgespräch statt, in dem über das entsprechende Behandlungskonzept und die Rahmenbedingungen informiert wird. Vorstellungen, Ziele und Wünsche sollen von Seiten des Patienten benannt werden können, damit eine Entscheidung darüber getroffen werden kann, ob eine Behandlung in der jeweiligen Klinik sinnvoll ist.
Stationäre Angebote im Kanton St. Gallen:
- Kantonale Psychiatrische Dienste Sektor Nord
Psychiatrische Klinik Wil
Zürcherstrasse 30, 9501 Wil
Tel. 071 913 11 11, Fax 071 913 11 53
www.psychiatrie-nord.sg.ch/
- Mühlhof - Ostschweizer Rehabilitationszentrum für Alkoholkranke
9327 Tübach
Tel. 071 844 02 44, Fax 071 844 02 45
E-Mail: info@muehlhof.ch
/www.muehlhof.ch
- Alkoholtkurzteitherapie PSA Wattwil
Spital Wattwil
9630 Wattwil
Tel. 071 987 31 11, Fax 071 987 31 44
E-Mail: psa@srft.ch
www.alkoholtherapie.ch
- St. Pirminsberg, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtbehandlung
Psychotherapie und Suchtbehandlung
7312 Pfäfers (SG)
Tel. 081 303 60 60, Fax 081 303 69 90
E-Mail: info@gd-kpds.sg.ch
www.psychiatrie-sued.ch
Stationäre Einrichtungen im Kanton Thurgau:
- Psychiatrische Klinik Münsterlingen
Station C1 - Alkohol-/ Medikamentenentzugs- und Therapiestation
Postfach 154, 8596 Münsterlingen
Tel. 071 686 43 97, Fax 071 686 40 35
E-Mail: herbert.leherr@stgag.ch
- Littenheid - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
9573 Littenheid
Telefon 071 929 60 60
Fax Ärztlicher Dienst 071 929 60 10
Fax Verwaltung 071 929 60 30
info@littenheid.ch
Patientenaufnahme
Tel. 071 929 60 06
Fax 071 929 60 31
aufnahme@littenheid.ch
www.littenheid.ch
Stationäre Einrichtung im Kanton Graubünden:
Stationäre Einrichtung im Kanton Appenzell Ausserrhoden auch Appenzell Innerrhoden und für den Kanton Glarus:
- Psychatrisches Zentrum Herisau
Entzugs- und Therapiestation
Krombach 4, 9101 Herisau
Tel. 071 353 82 10, Fax 071 353 81 12
E-Mail: pzh.entzugsstation@svar.ch
Alkohol Fachklinik im Kanton Zürich:
- Forel Klinik
Fachklinik für Alkohol-, Medikamenten- und Tabakabhängigkeit
8548 Ellikon a. d. Thur
Tel. 052 369 11 11, Fax 052 375 20 82
/www.forel-klinik.ch
weitere Institutionen sind zu finden auf Infoset www.infoset.ch
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