Einleitung

  • Ab einem THC-Gehalt von 1.0 % unterliegen Cannabisprodukte dem Betäubungsmittelgesetz. Konsum, Handel, Anbau usw sind verboten und damit strafbar. Das Risiko, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, wird oft unterschätzt.
  • Cannabis wird heute nicht mehr als "Einstiegsdroge" zum Konsum "harter" Drogen betrachtet. Die meisten Konsumierenden nehmen keine anderen Drogen.
  • Von der Schweizer Bevölkerung hat rund ein Fünftel der Personen im Alter ab 15 Jahren schon mindestens einmal Cannabis konsumiert.
  • Hauptaufgabe in der Behandlung ist es, zwischen einem risikoarmen Konsum und einem problematischen Konsum bzw. einer Abhängigkeit unterscheiden zu können. Zudem gilt es, ein Auge auf allfällig vorhandene komorbide psychische Störungen zu haben.
  • Risikoreich ist ein Cannabiskonsum, der zu gesundheitlichen Schäden oder Unfällen führt, in Risikosituationen stattfindet oder mit negativen Auswirkungen im Leistungsbereich einhergeht.
  • Wie riskant ein Konsum ist, hängt zudem auch stark von den folgenden Faktoren ab:
    • Person: Alter, physische und psychische Gesundheit, soziale Bedingungen u.a.
    • Situation: Schule, Arbeit, Strassenverkehr, Schwangerschaft u.a.
    • Einnahme: Häufigkeit, THC-Gehalt, Konsumart u.a.
  • Cannabis wird nicht mehr als Einstiegsdroge zum Konsum "harter" Drogen betrachtet, sowie allfälliger Komorbiditäten.
  • Für Informationen zu Cannabinoide in der Medizin siehe spezielles Kapitel.

Ziel:

  • Erkennen von risikoreichem Cannabiskonsum oder Cannabisabhängigkeit

Methode:

  • Zu praxisrelevanten Themen werden hier - teilweise anhand von Fallvignetten - in der Praxis erprobte und soweit möglich wissenschaftlich abgestützte Handlungsanweisungen vorgestellt.

Fallvignetten