Einleitung

  • Die Begriffe "Medical Cannabis" oder "Cannabinoide in der Medizin" werden für den therapeutischen Einsatz der Hanfpflanze und ihrer natürlichen oder synthetisch hergestellten Wirkstoffe (sogenannten Cannabinoide) zur Behandlung von Krankheiten gebraucht. Gemäss dem heutigen Stand der Forschung ist die Anwesenheit von THC für einen medizinischen Nutzen unentbehrlich.
  • Davon abzugrenzen ist die Anwendung von CBD als Monosubstanz (Cannabidiol), die in einem speziellen Kapitel behandelt wird.

Typische Situation aus Sicht des Patienten

  • Patienten mit chronischen Krankheiten äussern bei ihrem Arzt (Hausarzt, Neurologe, Onkologe, Palliativmediziner) zunehmend häufiger den Wunsch nach Informationen über oder für die Verschreibung von Cannabis oder Cannabinoiden als Medikament (Medical Cannabis), weil die bisher angewendeten Behandlungsformen zu keiner ausreichenden Linderung geführt haben.

Typische Situation aus Sicht des Arztes

  • Er kennt die Person meist seit langer Zeit, das Leiden und die ausgeschöpfte Therapie, möchte Linderung verschaffen, ist bereit neue oder weniger konventionelle Wege zu gehen.

Unsicherheit / Fragen

  • Überlagert von der politischen, öffentlichen und medizinischen Diskussion über den Gebrauch von Cannabis als Rauschmittel bestehen für Arzt und Patient viele Unklarheiten, die sonst bei einer phytotherapeutischen Behandlung nicht bestehen, unter anderem:
  • Der Algorithmus leitet den Arzt pragmatisch bei der Entscheidfindung. Er ist Abbild der gegenwärtigen Rechtslage und der medizinischen Erkenntnis. Beides kann sich ändern.
  • Ergänzend sind noch Informationen zu Cannabidiol (CBD) angeführt. Eine Abgrenzung des Gebrauchs von CBD zum Thema Medical Cannabis ist aus medizinischer und juristischer Sicht notwendig.

 

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