Kostenübernahme durch Grundversicherung der Krankenkasse

  • Alle Cannabis-Präparate - auch wenn die Behandlung vom BAG bewilligt wurde - müssen von der Krankenkasse nicht bezahlt werden, weil es sich um sogenannte Magistralrezepturen (Heilmittelgesetz Art. 9) handelt, die nicht in der Spezialitätenliste (SL) aufgeführt sind. Dies gilt auch für Sativex, selbst wenn es für die zugelassene Indikation schwere Spastik bei MS eingesetzt wird.
  • Ein Kostengutsprachegesuch an den Vertrauensärztlichen Dienst der Krankenkasse ist nach Eingang der Bewilligung des BAG (mit dessen Vorlage) zu empfehlen (auch bei Patienten, die nur über eine Grundversicherung verfügen).
  • Es ist mit dem Patienten zu klären, ob er auch zur Kostenübernahme der Therapie bereit wäre, wenn die Krankenasse diese nicht bezahlen würde. Kosten pro Monat bei einer täglichen Dosis von 5-10 mg THC: ca. CHF 200.00 - 500.00.
  • Die Krankenkassen verlangen zunehmend eine Probebehandlung, welche der Patient selber finanzieren muss. Fällt diese erfolgreich aus, steigt die Chance auf eine Kostenübernahme (v.a. bei Zusatzversicherungen).

 

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