Strassenverkehr

  • Grundsätzlich ist das Führen eines Fahrzeuges unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln nicht erlaubt.
  • Die gesetzlichen Bestimmungen unterscheiden sich nicht, ob eine Person Cannabis als Rauschmittel oder im Rahmen einer bewilligten medizinischen Behandlung konsumiert. Aus juristischer Sicht handelt sich auch bei Medical Cannabis um ein Betäubungsmittel.
  • Die rechtliche Praxis ist aber im Falle von Medical Cannabis noch nicht abschliessend geregelt.
  • Sicher ist in der Phase der Dosierung von Fahrunfähigkeit auszugehen.
  • Der behandelnde Arzt:
    • kann im Rahmen der Beratung eines Patienten bezüglich Medical Cannabis und Strassenverkehr mit der Rechtsmedizin des zuständigen Kantons frühzeitig Kontakt aufnehmen, um die Situation und das Vorgehen zu besprechen,
    • kann ein Attest ausstellen, in dem er festhält, dass unter der vorgeschriebenen Dosierung keine Einschränkung der Fahreignung zu erwarten sei und dass der Patient eingehend aufgeklärt wurde oder
    • dem Patienten zu einer verkehrsmedizinischen Abklärung raten, mit der Fragestellung, ob unter stabiler Medikation die Fahreignung gegeben ist (Kosten etwa CHF 800.- bis 1500.-).
  • CBD Präparate, die aus Cannabis-Pflanzen gewonnen wurden, enthalten einen THC Anteil, der je nach Dosierung auch zu einem Überschreiten des THC-Grenzwertes in Urin und Blut führen kann.

Siehe auch Strassenverkehr und THC

Weitere Infos zu Suchtmittel und Strassenverkehr finden Sie auch auf der Seite von Infoset bzw. beim Strassenverkehrsamt Ihres Kantons.

 

Impressum