Fallvignetten

Cannabis und Schwangerschaft

Frau P. ist hocherfreut, als Sie ihr den positiven Schwangerschaftstest mitteilen können. Sie ist bereit das Zigaretten-Rauchen aufzugeben, möchte aber gerne ab und zu einen Joint rauchen können.

Hier einige Fakten als Grundlage Ihrer Antwort:

  • Teratogene Effekte von Cannabis sind nicht bekannt.
  • In Studien über schädliche Auswirkungen für das Neugeborene wird immer wieder auf ein reduziertes Geburtsgewicht hingewiesen. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass dies auch bei alleinigem Tabakkonsum auftreten kann.
  • THC geht in 8-mal höherer Konzentration in die Muttermilch über verglichen mit dem Blutspiegel der Mutter.
  • Uneinheitlich sind die Befunde im Hinblick auf Verhaltensauffälligkeiten der Neugeborenen. Verschiedene Studien fanden jedoch bei regelmässigem (täglich oder mehrmals wöchentlich) Konsum der schwangeren Mütter kognitive Einschränkungen und affektive Beeinträchtigungen (Ängstlichkeit, depressive Symptome) bei den Kindern.
  • Hier eine mehrsprachige Literaturübersicht



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